Montag, April 23

es zieht dich in den tiefsten abgrund, unter die oberfläche, in den schwarzen teil des lebens, wo du so am ende bist, so schwach, dass du nichtmal die eigene hand mehr vor augen siehst. taumelst blind durch die straßen. versuchst stumm zu reden, doch nichts kommt aus deinem mund. zu schwach. du schreist, schreist den menschen denen du vertraust ins ohr. sie sehen durch dich hindurch, wie ein geist. du kämpfst. blind und stumm. schwach und leer. sie wollen dich nicht sehen, wollen dir nicht zuhören. und du sinkst weiter. sitzt alleine in diesem loch. die trauer, wut, verzweiflung frisst sich von innen nach außen. saugt dir alles lebendige aus dem körper. zwingt dich zum aufgeben. und dieses loch verwandelt sich in ein tuch. liegst eingehüllt am boden. du kannst nicht mehr und niemand ist da um dir zu helfen. sie wollen dir nicht zuhören. wissen, dass sie es nicht verstehen würden.

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